Tag 3 – The Getty Center

Heute war ein guter und harmonischer Tag. Der Jetlag lässt langsam nach und wir haben das Gefühl anzukommen. Ankommen durch Weggehen: Heute haben wir unseren Mietwagen in Empfang genommen und konnten dem derzeit völlig überlaufenen Santa Monica (vorerst) den Rücken kehren.

Aber alles der Reihe nach:

Nachdem uns unser Frühstück gestern so gut geschmeckt hat, beschlossen wir, heute nochmal in das gleiche Frühtückslokal zu gehen.

Frühstück: Rührei, Avocado, Speck, Croissant…

Frisch gestärkt ging es zurück zum Hotel, wo ich den vorher gebuchten Mietwagen in Empfang nehme. Dummerweise habe ich bei der Buchung vorab nicht richtig aufgepasst und habe eine viel zu große Autokategorie gebucht. Da ich jedoch nicht mit einem amerikanischen LKW-SUV durch Kalifornien fahren wollte (es wäre ein Cadillac Escalade geworden), bestand ich auf ein Downgrade und bekam dann einen für amerikanische Verhältnisse kleinen Mercedes GLC. Ich bin alles andere als ein Autofan und daher recht emotionslos was Mietwagenklassen angeht. Aber mit einem Schlachtschiff will ich echt nicht unterwegs sein.

Mit dem Mietwagen geht es also raus aus Santa Monica, in Richtung Nordosten, hoch in die gebirgige Landschaft, zum Getty Center. Das Getty Center ist ein Kunstmuseum des J. Paul Getty Trusts in Brentwood, einem Stadtteil im Westen von Los Angeles, und beherbergt seit 1997 den größten Teil der Sammlung des J. Paul Getty Museum. Die Auswahl konzentriert sich dabei auf klassische Kunstwerke wie Skulpturen, Gemälde, Zeichnungen, Manuskripte und Fotografien.

Das Getty Center ist schon von weitem auf dem Berg liegend zu sehen. Von dort hat man bei klarem Wetter Aussicht auf den Pazifischen Ozean, die Berge von Big Bear City und das Tiefland von Los Angeles. Dieses Glück hatten wir heute jedoch nicht, denn wir sahen L.A. nur umhüllt von Smog und Nebel.

Kaktusgarten im Getty, Smog über L.A.

Auch wenn die Kustwerke im Getty Center sicherlich sehr sehenswert sind, hatten wir es eher auf die Architektur, die Lage, den Garten und die Atmosphäre des Getty abgesehen. Wir verbrachten einen schönen Mittag im Garten des Getty, der in vielen bunten Farben prachtvoll mit schönen Blumen schimmerte. Wir waren sehr zufrieden und hatten das erste mal dein Eindruck, dass wir angekommen sind und uns auf den Urlaub richtig einlassen können.

Nach dem Getty ging es zurück nach Santa Monica, wo wir uns im Supermarkt mit Obst, Wasser, Brot, Bier, Salat und anderen „Superfoods“ eingedeckt haben. Es ist Nachmittag und ehe wir Müde werden, gehen wir nochmal in die Santa Monica Fußgängerzone (Ja, sowas gibt es in den USA auch, wenn auch selten), wo ich – und das hat Urlaubstradition – einen Hut kaufe.

Tradition: Jeder Urlaub hat seinen eigenen Hut!

Es gibt nämlich keinen Urlaub, in dem ich nicht einen neuen Hut für den Urlaub kaufe. Im Laufe der Jahre sind so schon ein paar interessante Exemplare zusammen gekommen. Nachdem mein lichtes Haupthaar jedoch nicht mehr der effektivste Sunblocker ist, zählten bei der Auswahl eher praktische als modische Kriterien. Wobei ich finde, dass mir der Strohhut eigentlich ganz gut steht.

Gegen frühen Abend geht es zurück ins Hotel. Es ist die letzte Nacht in Los Angeles. Morgen geht es weiter nach San Luis Obispo. Wir freuen uns, denn L.A. langt uns jetzt wirklich. Meine Familie schläft bereits, ich bin fertig mit dem Blogeintrag und genieße jetzt noch ein Bier, bevor ich auch ins Bett gehe. Bis morgen!

Tag 2 – Jetlag und Sonnenbrand

Es ist jetzt Karfreitag, 5 Uhr Morgens, ich kann seit Stunden nicht mehr schlafen, der Jetlag hat mich fest im Griff. Also ein perfekter Zeitpunkt, um über unseren zweiten Urlaustag gestern zu schreiben.

Nachdem die erste Nacht mit wenig Schlaf dann auch irgendwann vorbei ging, hieß es erstmal Frühtück zu finden. Pünktlich zur Öffnungszeit um 7:30 Uhr standen wir vor der Tür eines kleinen Frühstücklokals. Unsere Mägen waren eigentlich eher auf Mittagessen oder sogar Abendessen eingestellt als auf Frühstück. In den USA ist das jedoch kein Problem.

Frühstück mit Omelette, Lachs und Speck

Das Omelette mit Lachs, dazu Speck, Brot, Salat und viel Kaffee soll es richten. Anna entscheidet sich für das Schinken-Käse-Omelette und für Töchterchen gibt es Croissant.

Richtig gestärkt fühlen wir uns noch nicht. Wir sind noch Müde, der Jetlag lässt uns nicht so schnell los. So ist eigentlich der ganze Tag gezeichnet von Müdigkeit und Orientierungslosigkeit. Das Ankommen fällt uns noch etwas schwer und der Trubel in Santa Monica hilft nicht, um das zu ändern. Die Sehnsuch wächst, den Großraum Los Angeles zu verlassen und die schönen Seiten von Kalifornien zu sehen. Los Angeles und wir werden keine Freunde mehr in diesem Leben.

Weiter geht es aber erstmal Shoppen.

Tochter im Disney Store

Im Disney Store von Santa Monica findet sich unsere Tochter schnell zurecht und erklärt mir, was sie alles so benötigt. Da auf unserer Reise tatsächlich noch Disneyland auf dem Plan steht und sie seit Monaten überlegt, welches Disney-Prinzessinnen-Kleid sie dafür wohl anziehen möchte, durfte sie sich eins vorher aussuchen.

Tochter im siebten Himmel

Nach etwas Hin und Her wurde es dann Belle von „Die Schöne und das Biest“. Mit 60$ weniger in der Tasche und einem freudestrahlenden Kind verlassen wir den Disney Store und machen noch ein paar weitere Besorgungen, bevor es Richtung Strand geht.

Strandpanorama

Der Strand ist neben dem Santa Monica Pier recht gut besucht und wir sind an diesem Donnerstag Mittag nicht die einzigen, die auf diese Idee kommen. Nichtsdestotrotz genießen wir das Meeresrauschen und unsere Tochter hat viel Freude.

Santa Monica Beach

Nach einiger Zeit fällt mir ein, dass „Kind mit Sonnencreme einschmieren“ zwar eine gute Idee war, aber die Mittagssonne auch vor mir (nicht eingecremt) keinen Halt machen würde. Mit gutem Sonnenbrand verlassen wir am Nachmittag den Strand, denn der Hunger meldet sich zurück. Es ist nicht klar, ob es Mittagessen-Hunger oder Abendessen–Hunger ist, also entscheiden wir uns für einen Spätnachmittagsburger mit Pommes. Klassisch.

Burger mit Pommes

Es ist ungefähr 17 Uhr und unsere Tochter verleiert beim Essen die Augen und sagt „Ich bin jetzt müde und will schlafen“. Kein gutes Zeichen, denn das heißt, dass sie wieder mitten in der Nacht wach sein würde. Mit Mühe halten wir sie noch ein wenig in Laune, gehen aber trotzdem Richung Hotel.

Dort angekommen schaffen wir es nicht wirklich, sie davon zu überzeugen, dass noch etwas wach bleiben für alle Beteiligten die beste Lösung wäre. Um kurz nach 18 Uhr ist sie im Tiefschlaf – und Anna auch…

Auch ich bin ziemlich müde, aber will noch nicht schlafen. So mache ich es mir mit einer Dose Bier aus der Minibar auf dem Balkon gemütlich und beobachte noch ein wenig das Treiben am Pool.

Cerveza Pacifico – La Cerveza del Pacifico

Das mexikanische Bier schmeckt gut, hilft mir aber auch nicht, noch ein wenig wach zu bleiben. Gegen 20 Uhr bin dann auch auch im Bett.

Wir freuen uns also auf eine Nacht in der wir wieder um 2 Uhr wach sein werden und auf den Morgen warten.

Fotos des Tages

Tag 1 – Flug & Jetlag mit Kind in Los Angeles

Mittwoch Morgen. Tochter steht aufgeregt bei uns im Schlafzimmer und fordert uns zum Aufstehen auf, weil es doch jetzt endlich in den Urlaub gehe und sie sehr aufgeregt sei, wie sie uns glaubhaft vermittelt. Gut, okay, wir sind es auch.

Die Koffer sind gepackt, wir machen uns also auf den Weg zum Flughafen, wo um 12:05 unser Direktflug nach LAX geht.

Airbus A380 nonstop nach LAX

Der Flieger steht bereit und nach den Sicherheitskontrollen, mehrfachen Passkontrollen und etwas Wartezeit waren wir dank Kind im Gepäck so ziemlich die ersten, die den Flieger besteigen durften.

Der 12-stündige Flug mit 5-jährigem Kind ist entsprechend nicht ganz unanstrengend. Wie bereits in einem früheren Blogeintrag erwähnt, hatten wir unseren Kindersitz mit dabei, den wir auch mit den in den Flieger nahmen. Das haben wir 2016 schon gemacht, als Töchterchen noch 2 Jahre alt und entsprechend etwas zierlicher war. Was damals sehr gut funktioniert hat, war diesmal für sie eher eine Tortur. Für 12 Stunden in einem beengenden Kindersitz zu sitzen und darin noch schlafen zu müssen war nicht ihre Vorstellung vom ersten Urlaubstag.

Tochter mit Schlafmaske und rauschunterdrückenden Kopfhöhrern im Flieger

Nachdem sie gegen Ende dann doch etwas arg quenglig wurde und nicht im Kindersitz zur Ruhe kommen wollte, haben wir kurzerhand den Kinderstiz auf einen unbesetzten Sitz ausgelagert und sie durfte sich auf dem Premium-Economy-Sitz breit machen, wie sie wollte. Nach 30 Sekunden war sie eingeschlafen.

Nachdem wir die Zeit im Flieger nun endlich hinter uns gebracht haben, kam natürlich noch die übliche Hürde – vorallem für die Nerven: Die Passkontrolle auf US-amerikanischen Boden. Nachdem wir von den freundlichen (Ironie!) US Customs & Border Control Mitarbeitern in eine rießige Halle geführt wurden, in der sich zwischen labyrinthartig angeordneten Absperrbändern gefühlt 10.000 andere Einreisende befanden, hieß es nochmal: Geduld und Warten.

Überrascht waren wir dennoch, dass das ganze so zügig ging und wir nach ca. einer Stunde aus dem Flughafen raus waren. Ab ins Taxi, raus nach Santa Monica. Unser Hotel (Shore Hotel) liegt in Wurfweite vom Santa Monica Pier – dem Ende der Route 66.

Blick aus unserem ersten Hotelzimmer – Santa Monica Pier im Hintergrund

Es ist nun gefühlt 3 Uhr nachts für uns, aber die Aufregung, dass wir endlich da sind, hat auch die Tochter erfasst, die unbedingt noch in den Pool und an den Strand und mit dem Riesenrad und so weiter wollte… Wir mussten sie etwas bremsen und haben es bei einem kurzen Spaziergang auf den Santa Monica Pier mit anschließendem Gang in einen Supermarkt belassen.

Für Fotos waren heute keine Nerven mehr. Gegen 20 Uhr Ortszeit waren wir platt, es ging ins Bett. Wir sind alle sofort eingeschlafen… bis etwa 23 Uhr, als Tochter endlich aufstehen wollte und nur recht wenig Verständnis dafür hatte, dass die Nacht noch ein paar Stunden geht. So schlagen wir uns noch weitere 3 Stunden mit Einschlafversuchen herum, ehe sie wieder einschlief. Bis jetzt: 5:25 Uhr Uhr morgens. Sie ist wach und ich schreibe Blog. Noch ca. 2 Stunden bis die erste Frühstücksmöglichkeit aufmacht.

Galerie des Tages:

Koffer packen – morgen gehts los

Noch ein Tag bis zur Abreise. Die Nervosität steigt, es wird Zeit die Koffer zu packen. Der heutige Blogeintrag kommt daher mit wenig Text und dafür mit ein paar Packen-Fotos aus.

In meine Kameratasche mit Laptop, Kartenleser, externer Festplatte, iPad, GoPro, Kopfhörer und Handy müssen für insgesamt 7 verschiedene Geräte 5 verschiedene Ladekabel.

7 Geräte fordern 5 verschiedene Kabel

Gestern haben wir noch ein paar $$$ abgehoben. Die Banknoten haben noch keinen einzigen Knick und riechen noch Druckerpresse. Ich glaube, der markante Geruch einer Dollarnote gehört zum Sicherheitsmerkmal gegen Fälschungen. Ansonsten könnte es auch aus Monopoly sein.

Das amerikanische Geld sieht aus wie Spielgeld

Die Koffer sind zu grob 80% gepackt, das Gewicht wird eingehalten.

Koffer zu 80% gepackt

Die Aufnahme der Badewanne ist zwar von vorgestern, aber die Versuchung ist groß, dass ich heute Abend nochmal in die Wanne springe und im Lonely Planet abtauche.

Vor der Reise nochmal im Lonely Planet abtauchen

Der nächste Blogeintrag kommt dann hoffentlich aus Kalifornien 🙂

Zeig die Ausrüstung

Fotoausrüstung

Ein Anspruch an die Reise ist, dass wir sie in Form von schönen Fotos (und teilweise auch Videos) in Erinnerung behalten können. Daher auch dieser Blog, der eigentlich vielmehr für uns selbst als für unsere lieben Besucher ist.

Um also die Jagd nach dem perfekten Foto zu erleichtern, gehört eine gewisse Fotoausrüstung ins Gepäck. In unserem Fall ist es eine Spiegelreflexkamera (Canon EOS 5d Mark III) mit drei verschiedenen Objektven (Canon EF 17-40mm f/4L; Canon EF 24-70 mm f/2,8L II; und Canon EF 50mm f/1.4 USM). Dazu Stativ, Polfilter, verschiedene Graufilter und weiteres Kleinzeug.

Ausserdem im Gepäck ist die GoPro, ein iPad (hauptsächlich für Kinderfilme während Autofahrten) und ein Laptop (fürFotobearbeitung und diesen Blog).

Koffer mieten

Wir sind große Fans von den Rimowa-Alukoffern.  Sie sind leicht und sehr robust, aber auch sauteuer. Wir haben schon öfters gute Erfahrungen mit koffermieten.de gemacht, wo wir auch dieses Jahr zwei große Rimowa-Koffer für die Zeit geliehen haben.

Kindersitz

Wir besitzen kein Auto, aber die Wege in Kalifornien werden wir ohne Auto leider nicht bewältigen können. Unsere Tochter ist mit ihren 5 Jahren noch nicht groß genug, um ohne Kindersitz zu fahren, also ergeben sich drei Optionen:

Kindersitz zum Mietwagen dazu mieten,

Kindersitz vor Ort kaufen, oder

Kindersitz mitnehmen.

Da wir einen Kindersitz besitzen, der noch dazu eine offizielle Flugzegzulassung hat, entscheiden wir uns für Option 3. Der Kindersitz kann mit ins Flugzeug genommen werden und unsere Tochter sitzt während dem Flug im Kindersitz. Praktisch.

 

Reisevorbereitungen

Es ist 2019 und dieses Jahr soll es also wieder soweit sein. Wir (Tochter, 5 Jahre, Johannes und Anna) wollen den „Golden State“ erkunden. Bereits 2016 waren wir in Kalifornien, Nevada, Arizona und Utah, haben viel gesehen und viel Strecke gemacht.

Dieses mal soll es anders werden. Wo wir 2016 nur einen groben Plan hatten und jeden Morgen aufs Neue entschieden, wo uns die Reise hinführt, haben wir dieses Jahr viel Planung in die Reise gesteckt. So groß der Charm denn auch war, die Freiheit auszuleben, sich nicht vorher schon festlegen zu müssen, wann wir wo sind, so getrieben waren wir auch, weil wir Wege, Orte und Zeiten oft nicht ganz richtig eingeschätzt hatten. Dies hatte zur Folge, dass wir oft nur eine Nacht im Hotel und dann wieder auf der Straße waren.

Dieses viele Umziehen von Hotel zu Hotel und jede Nacht ein neues Bett wird es dieses Jahr nich geben. Stattdessen haben wir bereits alle Hotels auf der Strecke gebucht und bleiben in der Regel immer drei Nächte.

Grobe Route unserer Reise

Der Startpunkt unserer Reise ist Los Angeles. Zum Ankommen werden wir für drei Nächte ein schönes Hotel in Santa Monica beziehen, in direkter Sichtweite des Santa Monica Piers. Von dort führt uns unsere Reise nach Norden, den Pacific Coast Highway entlang nach San Francisco, bevor wir Yosemite besuchen werden. Der ungefähre Verlauf der Reise ist grob in der obigen Karte abgebildet.

Karte von Kalifornien und Karte vom Joshua Tree National Park. Reiseführer Kalifornien.

Die Flüge wurden bereits vor fast einem halben Jahr gebucht und so hatten wir viel Zeit uns intensiv mit der Reise zu beschäftigen. Ein Blick auf die geplante Route mag vielleicht den ein oder anderen überraschen, sieht es doch so aus als würden wir große Highlights auslassen. Die Wahrheit ist jedoch, dass wir uns zentrale Orte für unsere Übernachtungen ausgesucht haben und wir für jeden Tag schon relativ genau wissen, wie unser Tagesprogramm aussehen wird. Wir werden die 24 Tage in Kalifornien viel sehen und erleben und dieser Blog wird uns dabei eine schöne Erinnerung werden.

2016 mit der 2-jährigen Tochter am Strand von Santa Monica.

Wir zählen die Tage, bis es endlich los geht. Es sind noch 4…