Tag 13 – Highway und Dreckwäsche

Heute heißt es nach fast zwei Wochen: Abschied nehmen. Glücklicherweise nicht Abschied von Kalifornien, sondern Abschied vom Pazifik und der Küste. Zumindest vorerst, denn wir kommen in einer Woche zurück. Aber jetzt geht es erstmal ins Landesinnere.

Strecke von San Francisco nach Mariposa

Das Ziel des heutigen Tages soll das verschlafene Örtchen Mariposa sein, das in den ersten Ausläufern der Sierra Nevada liegt. Der Ort liegt ca. 65 km südwestlich des Yosemite National Park.

Frühstück im IHOP

Bevor es aber los geht, beschließen wir, den IHOP unter unserem Hotel in San Francisco zu probieren, wo man zum Frühstück vom 2kg Porterhouse Steak bis hin zu Pencakes alles bekommt, was es an ungesundem Essen gibt. Soviel zum Versuch, heute etwas gesünder zu essen. Wobei wir noch halbwegs vernünftig bestellt haben.

Irgendwo raus aus San Francisco

Die Fahrt raus aus San Francisco ist alles andere als ein gechillter Roadtrip, denn es geht vorallem am Anfang erstmal etliche Meilen über bis zu 7-spurige Highways, mit unendlich vielen Auf- und Abfahrten und noch viel mehr Autoverkehr in alle Richtungen. Und es will einfach nicht aufhören. Hört die eine Stadt auf, kommt sofort die nächste. Die Megametropole San Francisco ist groß.  Die ersten 50km raus aus San Francisco erfordern starke Nerven, aber irgendwann haben wir auch das geschafft.

Endlich runter von der Interstate und Richtung Mariposa

Nach ein paar Stunden ändert sich die Landschaft beinahe schlagartig und am Horizont lassen sich die ersten Ausläufer der Sierra Nevada erkennen. Der Verkehr nimmt ab und das Fahren wird richtig angenehm. Gegen frühen Nachmittag erreichen wir unser Hotel in Mariposa. Die Weiterfahrt in den Yosemite Nationalpark lohnt sich heute nicht mehr wirklich, so steht auf unserem Plan für heute ein notwendiges Übel: Wäsche waschen.

Große Wäsche

Glücklicherweise verfügt unser Hotel in Mariposa über einen Waschraum, also verbringen wir den Nachmittag mit Wäschewaschen und nebenbei den Pool genießen.

Abkühlung im Pool

Nachdem wir die Wäsche in zwei vollen Maschinen fertig gewaschen, im Trockner getrocknet haben und den Pool lang genug genießen durften, zogen wir weiter in den Suermarkt des kleinen Örtchens. Wir brauchen schließlich Proviant, wenn wir morgen in dem Yosemite Nationalpark wandern gehen.

Proviant für Yosemite besorgen

Zum Abschluss des Tages gehen wir noch ein wenig durch das Örtchen spazieren, das mit seinen alten Häusern im typisch amerikanischen Südwest-Stil durchaus einen gewissen Charme ausstrahlt.

Mariposa Boardwalk
Mariposa

Hungrig vom Wäschewaschen, Schwimmen und Spazierengehen finden wir noch ein schönes Restaurant in Mariposa, in dem wir uns ein wirklich sehr gutes Abendessen gönnen. Der Höhepunkt dürfte dabei der Amaretto Cheesecake mit Schoko-Crumble-Boden sein.

Amaretto Cheesecake mit Schokoschicht auf Crumble-Boden

Glücklich und müde marschieren wir zurück zum Hotel, bereiten die Brotzeit für Yosemite vor und genießen den Rest des Abends. Morgen heißt es früh aufstehen!

Fotos des Tages

Tag 12 – Das Goldene Tor und der Felsen

Der gestrige Tag steckt uns wohl noch etwas in den Knochen, denn an diesem Morgen schlafen wir ungewöhnlich lange. Sind wir sonst eher die Fraktion Frühaufsteher und ab 6 Uhr wach, haben wir es heute geschafft, bis 9 Uhr im Bett zu liegen und verlassen das Hotel erst etwa gegen 10 Uhr. Ziel des Vormittags soll das goldene Tor sein, aka Golden Gate Bridge.

Faxen machen vor der Golden Gate Bridge

Obwohl wir 2016 schon hier waren, wollten wir es uns nicht nehmen lassen, wieder herzukommen. Mit dem Bus fahren wir bis zur Auffahrt auf die Brücke und steigen dort aus, wo auch das Besucherzentrum ist. Direkt vor der Golden Gate Bridge – was für ein Anblick. Die Bilder der Brücke kennt wohl weltweit jedes Kind, aber direkt vor oder auf der Brücke zu stehen und dieses schöne Konstrukt so richtig in echt zu sehen ist einfach atemberaubend (jedenfalls für uns).

Viel Radverkehr über die Brücke

Wir laufen ein wenig die Brücke entlang und genießen den Ausblick über die Bucht und auf die Stadt. Leider ist das Wetter schon das ganze Wochenende recht kühl und neblig, so dass San Francisco nur durch eine Dunstschicht zu sehen ist. Egal, wir finden es trotzdem schön.

Massive Stahlseile halten die Brücke

Was jedoch diese Szene aus touristischer Sicht etwas trübt, ist die Tatsache, dass die Golden Gate Bridge nunmal eine dicke fette Autostraße mit sehr viel Autoverkehr ist.

Zollhäuschen der Golden Gate Bridge

Wenn man sich den Lärm und die Abgase jedoch wegdenkt, dann ist der Spaziergang über dieses schöne Bauwerk im Farbton namens „International Orange“ (#F04A00) ein Erlebnis, das in Erinnerung bleibt. Die Strecke über die ganze Länge hat es jedoch in sich und es empfiehlt sich hierfür eher ein Fahrrad zu leihen.

Da vorne ist San Francisco

Wir laufen diesmal nicht die ganze Strecke, sondern nur ein paar hundert Meter, bevor wir zurück ins Besucherzentrum gehen. Wir nehmen Abschied von der Brücke und fahren mit dem Bus zurück in die Stadt, wo wir zur Stärkung bei „Jack in the Box“ Burger und Pommes essen. Über das Essen in den USA sollte ich bei Zeiten noch einen extra Blogeintrag schreiben.

Spiegelkugelselfie mit Brücke

Nach der Mittagspause gibt es keine lange Verchnaufpause, denn wir haben für 14 Uhr die Fähre nach Alcatraz gebucht. Es empfiehlt sich, dies mehrere Wochen vorher zu erledigen, denn als ich die Tickets gebucht habe (vor 2 Monaten), war das der letzte noch verfügbare Zeitslot für das ganze Wochenende.

San Francisco Panorama

Auf der Fähre zu dem Felsen („the Rock“) bekommen wir noch ein schönes Panorama auf die Stadt zu sehen.

Alcatraz Island vom Boot aus

Der Wind in der Bucht und auf dem Boot ist unfassbar stark und kalt. Die 15-minütige Überfahrt kühlt uns ganz gut ab, denn wir wollen nicht ins Innere des Bootes flüchten, sondern Fotos am Deck machen.

Johannes im Sturm

Auf der Gefängnisinsel angekommen, machen wir die selbstgeführte Audiotour durch die Haftanstalt mit und tauchen ein in die Geschichte und Anekdoten des Gefängnisses.

Sehr einladend

So nah und doch so fern von der San Francisco Bay ist es leicht vorstellbar, dass die Insassen bei dem Blick auf die Bay doppelte Qualen leiden mussten.

Das Goldene Tor vom Innenhof des Gefängnis aus gesehen
San Francisco aus einem Fenster von Alcatraz

Wir durften schließlich auch die original Zelle von Frank Morris sehen, der es 1962 schaffte, sich mit einem Löffel durch seine Zellenwand zu graben und dem Gefängnis zu entfliehen. Ob er und seine Komplizen es geschafft haben, durch die San Francisco Bay zu kommen ist bis heute ungeklärt. Spannend.

Die Zelle, aus der Frank Morris 1962 fliehen konnte

Wir durften jedenfalls wieder gehen und mussten uns keinen Ausgang graben. Nach dem Rundgang über die Insel und die Zellen gehen wir zurück zum Boot und fahren diesmal windgeschützt im Inneren zurück in die Stadt. Es ist mittlerweile Abend geworden und wir gehen langsam zurück Richtung Hotel. Zu Essen gibt es noch einen Hotdog am Pier 39 und gute Vorsätze, dass wir uns morgen gesünder ernähren werden.

San Francisco Pale Ale

Wir genießen den letzten Abend in San Francisco. Töchterchen darf zur Belohnung, dass sie den heutigen Tag so gut mitgemacht hat am iPad einen Film anschauen. Anna zieht nochmal alleine los und geht shoppen. Und ich bearbeite Fotos und schreibe den Blogeintrag bei einem San Francisco brewed India Pale Ale, das irgendwie nach Ananas schmeckt.

Fotos des Tages

Tag 11 – Chinatown und Hektik am Wochenende

Wow, heute war ein anstrengender Tag. Es ist Wochenende und wir (und viele Millionen andere Menschen) sind in der trubeligen Stadt San Francisco. Wir starten diesen Tag mit einem kleinen selbstgemachten Frühstück im Hotelzimmer und fahren dann mit dem Bus nach Chinatown.

Chinatown am frühen Morgen

Als uns der Bus in der Stockton Street im Herzen von Chinatown ausspuckt, liegt noch eine trügerische Ruhe in der Luft. Wir glauben beinahe, dass es hier besinnlich zugehen würde, was sich als grundlegend falsch herausstellen wird.

Räucherstäbchen am Hauseingang

Fasziniert von der chinesischen Architektur, den chinesischen Schriftzügen überall und den exotischen Läden ziehen wir durch die Straßen auf und ab. In einer etwas versteckten und schmalen Gasse finden wir einen Eingang zu einer Glückskeks-„Fabrik“, in der eine alte Dame an einer vermutlich noch viel älteren Dampfmaschine sitzt, die vollautomatisch Glückskeksteig auf ein Waffeleisen spuckt, bäckt und das Waffeleisen wieder öffnet.

In der Glückskeksfabrik

Wir dürfen ganz frische Glückskekse probieren und freuen uns über ein paar Fotos, die wir schießen dürfen. Gegen frühen Mittag können wir dem Geruch in den Gassen im Chinatown nicht mehr widerstehen und suchen uns ein Restaurant raus, in dem wir uns stärken wollen.

Essen im Chinatown-Restaurant

Als wir vor einem Schaufenster stehen, die chinesische Speisekarte ansehen und vergeblich nach einer englischen Speisekarte suchen, kommt schon die Kellnerin aus dem Restaurant geschossen, begrüßt uns freundlich und bittet uns herein. Wir bekommen dann doch noch eine Speisekarte, die neben den chinesischen Schriftzeichen ein paar vereinzelte englische Wörter abgedruckt hat, die zumindest grob Auskunft über die Speise geben. Wir sind uns nicht ganz sicher, was wir bestellt haben, aber die Kellnerin hörte einfach nicht auf uns immer mehr Teller und Suppen und Beilagen zu bringen. Wir sind uns schon lange nicht mehr sicher, ob das wirklich das war, was wir bestellten. Es schmeckte jedoch hervorragend und sogar Töchterchen (normal sehr heikel, wenn es ums Essen geht – von Papa hat sie das nicht) isst so gut wie alles.

Glückskeks nach Essen

Wir sind mehr als voll nach den gefühlt fünf Gängen und erhalten zum Abschluss noch jeweils einen Glückskeks zur Rechnung. Wir ziehen weiter und als wir aus dem Restaurant gehen, merken wir schnell, dass mittlerweile sehr viel mehr auf den Straßen los ist.

Chinatown-Markt

Wir laufen an vielen Marktgeschäften für Fleisch, Gemüse, Fisch, Tee, Gewürze und Undefinierbares vorbei und haben Mühe, uns durch die Menschenmassen zu schlängeln.

In den Läden war fotografieren leider meistens verboten. Schade, es wären schöne Fotos geworden. Zimperlich in Sachen Lebensmittelhygiene darf mach jedenfalls nicht sein, wenn man durch Chinatown und dessen Läden marschiert.

In der Cable Car

Am Nachmittag springen wir in Chinatown in eine Cable Car und fahren nach Downtown von San Francisco. Unser Plan war eigentlich, dass wir wieder mit der Cable Car zurück in Richtung Hotel fahren, jedoch war die Schlange in Downtown zur Cable Car so lange, dass wir bestimmt zwei Stunden warten hätten müssen. Das wollten wir nicht. Also laufen wir noch ein wenig durch Downtown.

Im Dinsey Store

Dort finden wir wiedermal einen Disney Store, aus dem wir Töchterchen nur unter viel Protest heraustragen können. Der Schrittzähler zeigt an, dass wir mit Töchterchen an diesem Tag ca. 15km gelaufen sind und so langsam spüren wir dies und vorallem bekommen wir es von ihr zu spüren. So fahren wir mit dem Bus zurück Richtung Hotel, wo wir uns erstmal ein Stündchen ausruhen.

In der Cable Car

Nach der kurzen Pause verlassen wir das Hotel wieder und laufen nochmal in Richtung Fisherman’s Wharf. Es ist Samstag Spätnachmittag und die Gegend rund ums Hotel ist stark überlaufen und voller Trubel. Wir halten es nicht sehr lange aus, besorgen uns noch schnell etwas bei Trader Joe’s zu essen und ziehen uns zurück ins Hotel. Ein schöner aber anstrengender Tag.

Fotos des Tages

Tag 10 – Geisterküstenstraße nach San Francisco

Die ruhigen Tage von San Luis Obispo und Santa Cruz sind nun erstmal vorbei, denn es geht fürs Wochenende nach San Francisco. Ein bisschen wehmütig packen wir die Koffer an diesem Morgen, denn eigentlich würden wir lieber noch einen Tag bleiben.

Cabrillo Highway im Nebel

Nachdem wir uns für die Küstentrecke und gegen die Strecke im Landesinneren entschieden haben, waren wir etwas traurig, dass sich der Nebel über die Küste gelegt hat. Streckenweise war so dichter Nebel, dass sich die Küste ziemlich gespenstisch anfühlte.

Kurz vor San Francisco klart es dann doch noch auf

Wir hatten den Cabrillo Highway zwischen Santa Cruz und San Francisco als sehr einsam und schön in Erinnerung, und erst kurz vor San Francisco konnten wir dann noch noch ein wenig das schöne Wetter an der Küste erleben.

Hihghway to hell nach San Francisco

Auf dem Highway nach San Francisco zu fahren erfordert meiner Meinung nach starke Nerven. Auf teils bis zu sieben kurvenreichen Fahrspuren (pro Richtung), auf denen eine Abfahrt nach links und rechts nach der anderen kommt und die Einheimischen mit mit Zickzack-Bewegungen und Highspeed von allen Seiten an einem vorbei rauschen, heißt es Ruhe bewahren.

Lobby unseres neun Hotels

Irgendwann haben wir die Strecke dann dennoch geschafft und checken in unser Hotel, dem Zephyr ein. Nach kurzem Aufenthalt im Hotel stürzen wir uns ins Getümmel und besuchen Pier 39, der gerade Touristenhochkonjunktur hat.

Wo ist Johannes?

Der Pier 39, ein Teil von Fisherman’s Wharf im Norden San Franciscos – und direkt hinter unserem Hotel –  ist eine ehemalige Bootsanlegestelle, die heute einen ganzjährigen Rummel mit Souvenir-Läden, Fahrgeschäften, Restaurants und einem Aquarium beherbergt.

Nach einer Hotdog-Stärkung schlendern wir noch ein wenig durch die Touri-Läden und Töchterchen freut sich über eine Karusellfahrt auf einem „Meerjungfrauenponny“, wie sie es nennt.

Tochter auf Meerjungfrauenponny

Vom Pier 39 sieht man auch die Insel Alcatraz mit seinem Gefängnis und theoretisch sieht man auch die Golden Gate Bridge, wenn sie nicht im Nebel hängen würde. Heute hatten wir eher Nebel Gate Bridge.

Alcatraz im Nebel
Theoretisch kann man die Golden Gate Bridge sehen

Irgendwann bekommen wir Hunger und Töchterchen ist heute etwas anstrengend, so beschließen wir, dass wir noch zum nächsten Trader Joe’s zu geben und uns mit Essen für den Abend einzudecken. Trader Joe’s gehört zu Aldi und ist immer ein kleines Highlight für uns. Ein besonderes Merkmal der Geschäfte sind die in Hawaiihemden gekleideten Mitarbeiter; die Filialleiter nennen sich Captain („Kapitän“), der Stellvertreter Second Mate („Zweiter Maat“) und die anderen Angestellten heißen Crew („Besatzung“). Das Sortiment ist, ebenso wie das der Aldi-Märkte, sehr begrenzt und umfasst nicht mehr als etwa 3000 Artikel. Neben Lebensmitteln des täglichen Bedarfs handelt es sich hierbei allerdings um Spezialitäten, wie Delikatessen, Erzeugnisse aus ökologischem Landbau, vegetarische und importierte Lebensmittel sowie Weinen. (Quelle: Wikipedia)

Heute mal selbstgemachte Sandwiches mit Zutaten vom Trader Joe

Im Hotel angekommen, genießen wir Salat, Gemüse und selbstgemachte Sandwiches. Ich schreibe den Blogeintrag zu ende und Frau und Kind spielen ein Kartenspiel. Zum Abschluss des Tages haben wir uns einen Film rausgesucht, den wir uns noch ansehen werden, sobald Töchterchen schläft.

Plan für den Abend

Na, wer erkennt den Film?

Fotos des Tages

Tag 9 – Große Bäume

Der Blogeintrag von Tag 9 startet eigentlich bei Tag 8, als ich am Abend noch ein paar Langzeitbelichtungsaufnahmen vom Wharf mache, die im Blog nicht fehlen dürfen.

Santa Cruz Wharf bei Nacht

Halbwegs ausgeschlafen geht es ohne großes Frühstück, dafür mit viel Obst und Gemüse im Gepäck in Richtung Landesinnere zum Big Basin Redwoods State Park. Bevor wir jedoch das Vergnügen haben, die großen Bäume zu sehen, müssen wir noch einige Kilometer entlang sehr kurvenreicher Straßen aushalten, was glücklicherweise gerade noch so gut ging mit Töchterchen.

Gigantische Ausmaße

Der Park ist Heimat für viele große Redwood-Bäume und als wir oben ankamen, waren wir sofort mit der magischen Wirkung dieser stillen Riesen umgeben.

Wandern zwischen Riesen

Wir wandern einige Pfade durch den ruhgen Wald, halten immer wieder inne und staunen über die gigantischen Ausmaße der Redwoods. Die Luft könnte besser nicht sein und wir vertreten uns noch eine Weile die Beine, ehe wir unser mitgebrachtes Obst und Gemüse zwischen den stummen Riesen essen.

Am Nachmittag fahren wir zurück zum Hotel, wo wir jedoch nicht lange bleiben, sondern gleich weiter ziehen, um die Gegend um unser Hotel etwas zu erkunden.

Abendspaziergang

Wir gehen über den Santa Cruz Beach Broadwalk – einem ganzjährigen Vergnügungspark mit in die Jahre gekommenen Fahrgeschäften.

Unter dem Wharf

Nach einem Eis und einem Strandspaziergang gehen wir zum Abschluss des Wandertages noch auf dem Wharf Fisch essen, ehe es zurück ins Hotel geht, wo wir den letzten Abend in Santa Cruz ausklingen lassen.

Mit einem Bier in der Hand und Kopfhörern auf den Ohren sitze ich noch auf dem Balkon unseres Hotels, schreibe den Blog und beobachte nebenbei die Volleyball-Spieler, die im Dunklen am Strand ein paar Bälle schlagen. Auf irgendeinem Hotelzimmerbalkon unter mir raucht jemand Gras (legal in Kalifornien) und der Dampf zieht zu mir hoch. Gute Nacht 🙂

Fotos des Tages

Tag 8 – Slow Down in Santa Cruz

Die erste Nacht in Santa Cruz haben wir hervorragend und mit gutem Schlaf in richtig bequemen Hotelbetten verbracht, ehe wir von einem wirklich schönen Sonnenaufgang geweckt werden. Kalifornien trägt nicht umsonst den Spitznamen „Golden State“.

Guten Morgen Santa Cruz

Wir sind nun eine Woche in Kalifornien und so langsam spüren wir, wie sich die ständige Nähe zum Ozean auf unsere Seelen auswirkt. Der Alltag in Deutschland scheint meilenweit weg zu sein, wir sind ruhiger und gelassener als sonst und genießen jede Minute zusammen. Das muss dieser Erholungseffekt sein.

Frühstück im American Diner

Nach dem herrlichen Sonnenaufgang gehen wir in ein nahegelegenes Frühstückslokal im typisch amerikanischen Diner-Stil. Wir lassen den Tag ruhig angehen, die Sonne scheint schon sehr warm und Santa Cruz scheint ein Ort zu sein, der keine Hektik kennt. So genießen wir unser Frühstück, während aus dem Radio sehr sehr chillige Musik von Khruangbin kommt, welche die Szene nicht besser untermalen könnte.

Open in Spotify

Zufrieden starten wir unseren heutigen Ausflug und fahren ins Seymour Marine Disovery Center auf dem UC Santa Cruz Coastal Science Campus, wo wir von einem echten und rießigen Blauwalskelet empfangen werden.

Blauwalskelet vor dem Seymour Marine Discovery Center

Im Seymour Marine Disovery Center können wir alles über die Flora und Fauna in der Monterey Bay Area lernen und Töchterchen freut sich, dass sie dort sogar einen kleinen Hai streicheln darf. Dafür wird sie auch mit einem Aufkleber belohnt, den sie strahlend in Empfang nimmt.

Töchterchen hat im Seymour Marine Discovery Center einen Hai gestreichelt

Auf einer geführten Tour durch die Forschungseinrichtung – auf der fotografieren leider verboten war – durften wir noch drei Delfine sehen, die gerade Trainingsstunde hatten.

Danach ziehen wir weiter in den nicht weit entfernten Wilders Ranch State Park. Der Park war früher eine Milchviehfarm, und viele der Ranchgebäude wurden für die Verwendung als Museum restauriert. Zufällig treffen wir eine Parkrangerin, die mitbekommt und sich sehr darüber freut, dass wir aus Deutchland kommen. Ihr Vater kommt aus der Schweiz und sie spricht sofort Deutsch mit schweizer Dialekt mit uns und organisiert uns eine exklusive Privatführung durch die alten Bauernhäuser, die wir dankend annehmen.

Wilder Ranch State Park

Der Wilder Ranch State Park ist jedoch noch größer als nur das Ranch-Areal und umfasst noch viele Quadratkilometer schönste Landschaft im Hinterland so wie an der Küste.

Achtung vor Berglöwen

Wer die letzten Blogeinträge gelesen hat, weiß, dass wir Küsten-Menschen sind, so wandern wir den Weg, der uns zur Küste bringt und dort entlang führt.

Beim Wandern ein Blick über die Klippe

Wir verbringen einige Zeit auf dem Wanderweg, machen Bekanntschaft mit mehreren Schlangen, einer Art Rebhuhn und werden sogar vor Berglöwen gewarnt, die wir leider jedoch nicht zu sehen bekommen. Dafür können wir von der Klippe aus beobachten, wie sich kurz vor der Küste ein großer Wal im Wasser tümmelt, immer wieder auf- und abtaucht und mit seiner gigantischen Flosse winkt.

Nach einigen Kilometern Wanderweg merken wir die Hitze und gehen leicht erschöpft zurück in Richtung Hotel. Vorher decken wir uns noch im Bio-Supermarkt mit diversen Köstlichkeiten ein und genießen anschließend im Hotel den Blick aufs Meer.

Surfer vor unserem Hotel

Santa Cruz ist berühmt für seine Surfkultur und so können wir die Surfer vor der West Cliff beobachten, die dort auf die nächste Welle warten.

Zufrieden aber müde verbringen wir den Abend im Hotelzimmer, hören Musik, lesen und chillen ein wenig.

Fotos des Tages

 

Tag 7 – Über Big Sur nach Santa Cruz

On the road again!Wir verlassen früh nach dem Frühstück San Luis Obispo und machen uns bei strahlendem Sonnenschein auf nach Richtung Norden.

On the road again – leaving S.L.O.

Wir schaffen es bis Morro Bay, als Töchterchen panisch auf die Kotztüte zeigt und schon war es geschehen. Das erste mal Erbrechen auf der Reise. Glücklicherweise haben wir vorgesorgt und die Kotztüte in Reichweite deponiert, so dass keine bleibenden Erinnerungen an diesen Vorfall im Auto und an ihr oder uns hängen bleiben mussten. Nach kurzer Pause ging es mit sichtbar besser gelaunter Tochter weiter.

Route des Tages

Wir befahren den vielleicht schönsten Abschnit des Highway 1, wie er einsam und wild zwischen Cambria und Carmel-by-the-Sea gelegen ist. Das Wetter meint es gut mit uns, denn es ist relativ klar, kaum Wind und sehr heiß.

Julia Pfeiffer State Park

So verbringen wir den Großteil des Vormittags und Mittags im Auto, lassen die wunderschöne und äußerst kurvenreiche Landschaft an uns vorbeiziehen und halten bei jeder Gelegenheit an, um auf den Ozean zu schauen und die Landschaft auf uns wirken zu lassen.

Töchterchen genießt Ausblick auf Pazifik

Der Big Sur umfasst etwa 100 Kilometer Küstenlinie und die dahinter steil aufragenden Berge der Santa Lucia Range. Zu der Fahrt kann man eigentlich wenig schreiben, denn auf der Fahrt wurde auch wenig gesagt, sondern schweigend genossen. Die Fotos, die wir schießen konnten, vermitteln nur eine vage Vorstellung dieser atemberaubenden Schönheit dieses Küstenabschnitts.

Gegen 15 Uhr erreichen wir Santa Cruz – unsere Home-Base für die nächsten drei Tage. Im Dream Inn direkt beim Santa Cruz Wharf haben wir ein wunderschönes Zimmer für die nächsen Tage mit einem wunderschönen Ausblick auf den Strand gefunden.

Unser Blick vom Hotelzimmer in Santa Cruz
Unser Blick vom Hotelzimmer in Santa Cruz

Nachdem wir Töchterchen aufgrund von leicher Erkältung den Pool die letzten Tage verweigert haben, durfte sie heute nach der langen Fahrt im Hotelpool mit Papa ein wenig planschen. Danach ging es noch ein bisschen an den Strand, ehe wir langsam wirklich Hunger bekamen.

Feine Küche

Wir machen also einen Spaziergang nach Downtown von Santa Cruz und finden im Laili ein wirklich gutes Restaurant mit mediteraner und orientalischer Küche.

Laufen durch Downtown Santa Cruz

Zum Abschluss des Tages schlendern wir noch ein wenig durch Downtown Santa Cruz und treffen zufrieden und müde im Hotel ein. So unterm Strich ein guter Tag 🙂

Fotos des Tages

Tag 6 – San Luis Obispo County

Nach nun fast einer Woche in Kalifornien ist von den 9 Stunden Zeitunterschied zu Deutschland nicht mehr viel zu spüren. Der Jetlag ist mittlerweile überwunden. Beim Frühstück im Hotel beraten wir, was wir heute machen wollen. Unser Plan ist es, den heutigen Tag etwas ruhiger angehen zu lassen und ein paar Kleinigkeiten rund um San Luis Obispo zu suchen.

Annas neuer Freund.

Wir lesen von der Avila Valley Barn, eine kleine Farm mit Ziegen, Pferden, Kühen, Hühnern und einer Vielzahl von Gemüse- und Obstplantagen. Die Avila Valley Barn kann besucht werden, die Kleintiere gestreichelt werden und sämtliche Produkte können gekauft werden.

Wir sind sehr früh dort und der Hof hat gerade erst geöffnet. Es ist noch sehr ruhig und der Ort strahlt eine herrliche Ruhe auf uns aus.

Leider ist das besuchbare Areal zu schnell gesehen und nach einem hausgemachten Bananen-Kuchen ziehen wir weiter nach Morro Bay.

Dort angekommen ist leider der Nebel über die Küste eingezogen, so dass wir den Morro Rock – einen beinahe halbkugelförmigen Felsberg im Wasser – im Dunst sehen.

Langzeitbelichtungssetup

Ich habe mein Stativ und meine Graufilter mitgenommen und will trotz Nebel ein paar Langzeitbelichtungen der Brandung machen. So entstehen mir nach mehreren Fehlversuchen doch noch ein paar eindrucksvolle Bilder.

Langzeitbelichtung bei Morro Rock

Nachdem die Gischt meine Linse voll mit Salzwasser gesprüht hat, verlasse ich den Felsenhügel und gehe zurück zum Sandstrand wo Frau und Kind auf Muschelsuche sind.

Nach dem Strandausflug haben wir Hunger und entscheiden uns für clam chowder, fish tacos und grilled fish. Um einmal vernünftig zu sein, ordern wir Reis statt Pommes und fühlen uns so, als hätten wir mal gesundes Essen gegessen auf der Reise.

Fish Tacos & Grilled Fish

F(r)isch gestärkt geht es weiter, bzw. zurück, nach San Luis Obispo, wo wir im Zentrum der Stadt ein wenig durch die „Fußgängerzone“ schlendern. Trotz starkem Autoverkehr gefallen uns die Stadt und die Geschäfte sehr gut. Man spürt, dass durch die California Polytechnic State University ein gewisses studentisches Flair in der Stadt herscht und wir fühlen uns sehr wohl.

Bubblegum Alley in San Luis Obispo

Bereits vorab im Interent davon gelesen, stehen wir nun auf einmal ungeplant in der Bubblegum Alley. Eine enge Gasse, an deren begrenzenden Mauern Kaugummis von jederman und und jederfrau an die Wand geklebt werden können. Fasziniert und angewidert laufen wir mit höchster Vorsicht durch die Gasse und versuchen zu verhindern, dass jemand (Tochter!) den Mauern zu nahe kommt. Eine wirklich einzigartige Attraktion.

Bevor wir nach dem Ausflug durch die Innenstadt von S.L.O. zurück zum Hotel fahren, betreten wir noch einen „Target“ – ein rießiges Kaufhaus, welches ein wenig an Walmart erinnert, nur weniger für Lebensmittel (die es dort auch gibt), sondern eher für so ziemlich alles andere. Medikamente, Kleidung, Möbel, Elektronik, Obst, Blumen, Autozubehör, Fahrräder, Spielsachen, Tierfutter etc… Alles im typisch amerikanischen Ausmaß, also rießig. Nach einer Stunde dränge ich meine Familie endlich zu gehen, was wir dann auch tun, obwohl wir durch den Laden noch nicht komplett durch waren.

Heute ist unser letzter Tag in S.L.O und morgen geht es nach Big Sur und noch weiter.

Fotos des Tages

 

Tag 5 – Angeberschloss und raue Küste

Das mittelmäßige Wetter vom Vortag hat sich an diesem Morgen verabschiedet und wir wachen bei wolkenlosem Himmel in San Luis Obispo auf. Sonnig aber saukalt, da der Wind straff vom Pazifik auf die Küste weht.

Früh Morgens am Pazifik

Sehr früh verlassen wir nach dem Frühstück das Hotel und fahren den Pacific Coast Highway in Richtung Norden, vorbei an Cambria nach San Simeon, kurz vor dem berühmten Big Sur. Die Küste zeigt sich hier von meiner Lieblingsseite: endlos lang, rau, einsam und mit großen Wellen. Irgendwie lebensfeindlich, aber sehr schön anzusehen.

In San Simeon haben wir schon vorab Online eine Tour durch das Hearst Castle gebucht. Das „Schloss“ wurde in den 1920er Jahren vom Zeitungsverleger und Millionär William Randolph Hearst auf einer Bergkuppe der Santa Lucia Mountains mit Blick zum Pazifischen Ozean erbaut. Mit Shuttlebus werden wir über zahlreiche Serpentinen hinauf auf das Anwesen gefahren.

Haupthaus der „Hacienda“

Das exotische Phantasieschloß zeigt, was geschieht, wenn eine simple Idee mit unbegrenzten Mengen an Zeit, Geld, architektonischem Talent und Enthusiasmus in Angriff genommen wird„.

Auf der geführten Tour durch das Schloss wird viel über das Leben des Medienmoguls und Erfinder der Clickbait-Idee erzählt und ich bin mir mehr und mehr sicher, dass ich diesen Menschen eher als Unsympathen empfinde. Das Schloss ist von außen sehr schön anzusehen und das Anwesen ist allein durch die Lage und die Aussicht wirklich etwas besonderes. Im Inneren hat Hearst viele verschiedene Stile des „alten Europas“ kopiert oder sich erkauft und wild durcheinander gemischt. Sozusagen die amerikanisch verkitschte Vorstellung des antiken Europas, oder so.  Für Europäer, für die sakrale Bauten und kunsthistorische Orte in unmittelbarer Nähe stets für Besichtungen zur Verfügung stehen ist das Innere des Schlosses nicht sonderlich spektakulär, sondern wirkt eher überladen. Dementsprechend zurückhaltend bin ich beim Fotos schießen.

Das Außengelände mit seiner Aussicht auf die Santa Lucia Mountains auf der einen Seite und dem Pazifik auf der anderen Seite hingegen, welches wir dann auf eigene Faust erkunden dürfen, ist traumhaft schön. So verbringen wir einige Zeit hier, ehe wir wieder mit dem Shuttlebus zurück zur Küste gefahren werden.

Endlos lange einsame Küsten entlang des Pacific Coast Highway

Fasziniert vom Pazifik machen wir uns auf und fahren weiter in den Montaña de Oro State Park. Ein State Park mit vielen Wanderwegen an einer besonders rauen Steilküste des Pazifiks. Wolken ziehen auf und das Wetter ist noch windiger geworden und so befinden wir uns in einer beinahe dramatischen Kulisse, mit starkem kalten Wind, der vom Pazifik auf die Küste knallt und für meterhohe Wellen sorgt, die an den Felsen für eine starke Brandung sorgen. Wunderschön.

Der Weg führt uns entlang der Steilküste und eigentlich will man alle 10 Meter ein neues Foto machen, weil die Szene so atemberaubend wirkt. Irgendwann jedoch müssen wir aufgeben, denn der starke kalte Wind wird uns doch zu kalt und so machen wir uns nach diesen schönen Eindrücken wieder auf zurück ins Hotel nach San Luis Obispo.

Tochter mit Hot Dog

Dort angekommen nutzen wir die Möglichkeit und waschen das erste Mal auf der Reise unsere Schmutzwäsche und lassen den Abend an der Feuerstelle und mit BBQ ausklingen. Mit Bier von der Hotelbar und Laptop auf dem Schoß sitze ich an den brennenden Lavasteinen und beende den Blogeintrag für heute. Wir habe noch keine Pläne für morgen und lassen es wohl erstmal ruhiger angehen. Gute Nacht!

Fotos des Tages

 

Tag 4 – Escape from L.A.

Zwei besondere Ereignisse bringt der Tag heute mit sich: Ich habe heute Geburtstag und viel wichtiger: Wir verlassen Los Angeles und starten mit der Erkundung der schönen Seiten Kaliforniens. Das Ziel des Tages soll das etwa 200 Meilen entfernte San Luis Obispo sein.

Route des Tages: von L.A. nach S.L.O.

Gegen 8 Uhr checken wir aus dem Hotel aus, bepacken unser Auto und machen uns auf dem Highway 1 in Richtung Westen auf den Weg. Das Wetter zeigt sich an diesem Morgen nicht von seiner besten Seite. Es nieselt und die Hügel, welche die rauhe Küste um Malibu zieren sind mit Nebel behängt. Dennoch sind an diesem Osterwochenende erstaunlich viele Rennradfehrende auf der Küstenstraße unterwegs.

Radsportfreunde auf der Traumstraße

Der Pacific Coast Highway mag eine sehr schöne Straße sein, aber als Radfahrer*in muss man starke Nerven haben. Wenn einem jedoch der Autolärm und die Abgase nichts ausmachen, scheint man relativ sicher zu sein und von den Autofahrenden durchaus respektiert zu werden. Wir fuhren an bestimmt weit über 100 Radfahrenden vorbei und obwohl der Autoverkehr hoch war, haben wir kein einziges Auto gesehen, das die 1,5m Überholabstand nicht eingehalten hat. Das ist in Deutschland leider undenkar.

Mission in Santa Barbara

Gegen späten Vormittag  erreichen wir Santa Barbara, wo wir die Mission besuchen. Die Mission wurde 1786 errichtet, um den örtlichen Stamm der Chumash (Canaliño) zum Christentum zu bekehren. Das Missionsgelände steht auf einer Anhöhe zwischen dem Stillen Ozean und den Santa Ynez Mountains. Wäre das Wetter besser, würde sich bestimmt ein wunderschöner Anblick bieten.

Die Mission in Santa Barbara strahlt auf uns eine gewisse Ruhe aus, die wir nach den Tagen in L.A. gut gebrauchen können. Zurück im Auto, geht es durch die hügelige Landschaft des Los Padres National Forest nach Solvang, wo wir einen Zwischenstop planen.

Blick auf den Los Padres National Forest

Solvang („Sonniges Feld“ auf Dänisch) wurde 1911 von einer Gruppe dänischer Pädagogen auf ehemaligem spanischem Missionsland gegründet. Und tatsächlich hat sich mittlerweile das Wetter von neblig zu sonnig verändert.

Ein Hauch Europa in Solvang

Durchgängig im dänischen Fachwerkhausstil gehalten, hat sich Solvang zu einer gewissen Touristenattraktion entwickelt. Die Stadt bietet mit dänischen Bäckereien, Restaurants und Geschäften einen Hauch Dänemark im sonnigen Kalifornien und trägt deswegen den Spitznamen „Dänische Hauptstadt von Amerika“. Man könnte allerdings auch sagen: ein Touri-Ramschladen neben dem anderen. Das Osterwochenende sorgt für extra viel Trubel in den Straßen und so verlassen wir die Stadt recht schnell wieder – nicht jedoch ohne vorher Mittagessen zu fassen. Fish & Chips und Fajita.

Fajita

Gegen 16 Uhr erreichen wir endlich San Luis Obispo, von wo aus wir die nächsten drei Tage mehrere Ausflüge geplant haben. Meine ehemalige Kollegin Erin kommt aus San Luis Obispo und hat mir schon 2016 gute Tips für Tagesausflüge und Restaurants gegeben, die dieses Jahr beherzigt werden.

Feuerstelle im Hotel von S.L.O.

Unser Hotel bietet jeden Abend im Innenhof ein BBQ an, so warte ich noch an einem kuscheligen Plätzchen auf unsere Bestellung, während Frau und Kind bereits im Zimmer sind.

Geburtstag ausklingen lasen mit Kuchenteig und Sahne, Bier und Bildbearbeitung

Nach dem Tag sind wir alle nicht mehr ganz frisch und nachdem Töchterchen freiwillig ins Bett gegangen ist und meine Frau auf der Couch eingeschlafen ist, lasse ich meinen Geburtstag ausklingen mit Spotify, Geburtstags-Dessert, Bier und Blogeintrag. Prost und gute Nacht! 🙂

Bilder des Tages