Tag 1 – Flug & Jetlag mit Kind in Los Angeles

Mittwoch Morgen. Tochter steht aufgeregt bei uns im Schlafzimmer und fordert uns zum Aufstehen auf, weil es doch jetzt endlich in den Urlaub gehe und sie sehr aufgeregt sei, wie sie uns glaubhaft vermittelt. Gut, okay, wir sind es auch.

Die Koffer sind gepackt, wir machen uns also auf den Weg zum Flughafen, wo um 12:05 unser Direktflug nach LAX geht.

Airbus A380 nonstop nach LAX

Der Flieger steht bereit und nach den Sicherheitskontrollen, mehrfachen Passkontrollen und etwas Wartezeit waren wir dank Kind im Gepäck so ziemlich die ersten, die den Flieger besteigen durften.

Der 12-stündige Flug mit 5-jährigem Kind ist entsprechend nicht ganz unanstrengend. Wie bereits in einem früheren Blogeintrag erwähnt, hatten wir unseren Kindersitz mit dabei, den wir auch mit den in den Flieger nahmen. Das haben wir 2016 schon gemacht, als Töchterchen noch 2 Jahre alt und entsprechend etwas zierlicher war. Was damals sehr gut funktioniert hat, war diesmal für sie eher eine Tortur. Für 12 Stunden in einem beengenden Kindersitz zu sitzen und darin noch schlafen zu müssen war nicht ihre Vorstellung vom ersten Urlaubstag.

Tochter mit Schlafmaske und rauschunterdrückenden Kopfhöhrern im Flieger

Nachdem sie gegen Ende dann doch etwas arg quenglig wurde und nicht im Kindersitz zur Ruhe kommen wollte, haben wir kurzerhand den Kinderstiz auf einen unbesetzten Sitz ausgelagert und sie durfte sich auf dem Premium-Economy-Sitz breit machen, wie sie wollte. Nach 30 Sekunden war sie eingeschlafen.

Nachdem wir die Zeit im Flieger nun endlich hinter uns gebracht haben, kam natürlich noch die übliche Hürde – vorallem für die Nerven: Die Passkontrolle auf US-amerikanischen Boden. Nachdem wir von den freundlichen (Ironie!) US Customs & Border Control Mitarbeitern in eine rießige Halle geführt wurden, in der sich zwischen labyrinthartig angeordneten Absperrbändern gefühlt 10.000 andere Einreisende befanden, hieß es nochmal: Geduld und Warten.

Überrascht waren wir dennoch, dass das ganze so zügig ging und wir nach ca. einer Stunde aus dem Flughafen raus waren. Ab ins Taxi, raus nach Santa Monica. Unser Hotel (Shore Hotel) liegt in Wurfweite vom Santa Monica Pier – dem Ende der Route 66.

Blick aus unserem ersten Hotelzimmer – Santa Monica Pier im Hintergrund

Es ist nun gefühlt 3 Uhr nachts für uns, aber die Aufregung, dass wir endlich da sind, hat auch die Tochter erfasst, die unbedingt noch in den Pool und an den Strand und mit dem Riesenrad und so weiter wollte… Wir mussten sie etwas bremsen und haben es bei einem kurzen Spaziergang auf den Santa Monica Pier mit anschließendem Gang in einen Supermarkt belassen.

Für Fotos waren heute keine Nerven mehr. Gegen 20 Uhr Ortszeit waren wir platt, es ging ins Bett. Wir sind alle sofort eingeschlafen… bis etwa 23 Uhr, als Tochter endlich aufstehen wollte und nur recht wenig Verständnis dafür hatte, dass die Nacht noch ein paar Stunden geht. So schlagen wir uns noch weitere 3 Stunden mit Einschlafversuchen herum, ehe sie wieder einschlief. Bis jetzt: 5:25 Uhr Uhr morgens. Sie ist wach und ich schreibe Blog. Noch ca. 2 Stunden bis die erste Frühstücksmöglichkeit aufmacht.

Galerie des Tages:

Koffer packen – morgen gehts los

Noch ein Tag bis zur Abreise. Die Nervosität steigt, es wird Zeit die Koffer zu packen. Der heutige Blogeintrag kommt daher mit wenig Text und dafür mit ein paar Packen-Fotos aus.

In meine Kameratasche mit Laptop, Kartenleser, externer Festplatte, iPad, GoPro, Kopfhörer und Handy müssen für insgesamt 7 verschiedene Geräte 5 verschiedene Ladekabel.

7 Geräte fordern 5 verschiedene Kabel

Gestern haben wir noch ein paar $$$ abgehoben. Die Banknoten haben noch keinen einzigen Knick und riechen noch Druckerpresse. Ich glaube, der markante Geruch einer Dollarnote gehört zum Sicherheitsmerkmal gegen Fälschungen. Ansonsten könnte es auch aus Monopoly sein.

Das amerikanische Geld sieht aus wie Spielgeld

Die Koffer sind zu grob 80% gepackt, das Gewicht wird eingehalten.

Koffer zu 80% gepackt

Die Aufnahme der Badewanne ist zwar von vorgestern, aber die Versuchung ist groß, dass ich heute Abend nochmal in die Wanne springe und im Lonely Planet abtauche.

Vor der Reise nochmal im Lonely Planet abtauchen

Der nächste Blogeintrag kommt dann hoffentlich aus Kalifornien 🙂

Zeig die Ausrüstung

Fotoausrüstung

Ein Anspruch an die Reise ist, dass wir sie in Form von schönen Fotos (und teilweise auch Videos) in Erinnerung behalten können. Daher auch dieser Blog, der eigentlich vielmehr für uns selbst als für unsere lieben Besucher ist.

Um also die Jagd nach dem perfekten Foto zu erleichtern, gehört eine gewisse Fotoausrüstung ins Gepäck. In unserem Fall ist es eine Spiegelreflexkamera (Canon EOS 5d Mark III) mit drei verschiedenen Objektven (Canon EF 17-40mm f/4L; Canon EF 24-70 mm f/2,8L II; und Canon EF 50mm f/1.4 USM). Dazu Stativ, Polfilter, verschiedene Graufilter und weiteres Kleinzeug.

Ausserdem im Gepäck ist die GoPro, ein iPad (hauptsächlich für Kinderfilme während Autofahrten) und ein Laptop (fürFotobearbeitung und diesen Blog).

Koffer mieten

Wir sind große Fans von den Rimowa-Alukoffern.  Sie sind leicht und sehr robust, aber auch sauteuer. Wir haben schon öfters gute Erfahrungen mit koffermieten.de gemacht, wo wir auch dieses Jahr zwei große Rimowa-Koffer für die Zeit geliehen haben.

Kindersitz

Wir besitzen kein Auto, aber die Wege in Kalifornien werden wir ohne Auto leider nicht bewältigen können. Unsere Tochter ist mit ihren 5 Jahren noch nicht groß genug, um ohne Kindersitz zu fahren, also ergeben sich drei Optionen:

Kindersitz zum Mietwagen dazu mieten,

Kindersitz vor Ort kaufen, oder

Kindersitz mitnehmen.

Da wir einen Kindersitz besitzen, der noch dazu eine offizielle Flugzegzulassung hat, entscheiden wir uns für Option 3. Der Kindersitz kann mit ins Flugzeug genommen werden und unsere Tochter sitzt während dem Flug im Kindersitz. Praktisch.

 

Reisevorbereitungen

Es ist 2019 und dieses Jahr soll es also wieder soweit sein. Wir (Tochter, 5 Jahre, Johannes und Anna) wollen den „Golden State“ erkunden. Bereits 2016 waren wir in Kalifornien, Nevada, Arizona und Utah, haben viel gesehen und viel Strecke gemacht.

Dieses mal soll es anders werden. Wo wir 2016 nur einen groben Plan hatten und jeden Morgen aufs Neue entschieden, wo uns die Reise hinführt, haben wir dieses Jahr viel Planung in die Reise gesteckt. So groß der Charm denn auch war, die Freiheit auszuleben, sich nicht vorher schon festlegen zu müssen, wann wir wo sind, so getrieben waren wir auch, weil wir Wege, Orte und Zeiten oft nicht ganz richtig eingeschätzt hatten. Dies hatte zur Folge, dass wir oft nur eine Nacht im Hotel und dann wieder auf der Straße waren.

Dieses viele Umziehen von Hotel zu Hotel und jede Nacht ein neues Bett wird es dieses Jahr nich geben. Stattdessen haben wir bereits alle Hotels auf der Strecke gebucht und bleiben in der Regel immer drei Nächte.

Grobe Route unserer Reise

Der Startpunkt unserer Reise ist Los Angeles. Zum Ankommen werden wir für drei Nächte ein schönes Hotel in Santa Monica beziehen, in direkter Sichtweite des Santa Monica Piers. Von dort führt uns unsere Reise nach Norden, den Pacific Coast Highway entlang nach San Francisco, bevor wir Yosemite besuchen werden. Der ungefähre Verlauf der Reise ist grob in der obigen Karte abgebildet.

Karte von Kalifornien und Karte vom Joshua Tree National Park. Reiseführer Kalifornien.

Die Flüge wurden bereits vor fast einem halben Jahr gebucht und so hatten wir viel Zeit uns intensiv mit der Reise zu beschäftigen. Ein Blick auf die geplante Route mag vielleicht den ein oder anderen überraschen, sieht es doch so aus als würden wir große Highlights auslassen. Die Wahrheit ist jedoch, dass wir uns zentrale Orte für unsere Übernachtungen ausgesucht haben und wir für jeden Tag schon relativ genau wissen, wie unser Tagesprogramm aussehen wird. Wir werden die 24 Tage in Kalifornien viel sehen und erleben und dieser Blog wird uns dabei eine schöne Erinnerung werden.

2016 mit der 2-jährigen Tochter am Strand von Santa Monica.

Wir zählen die Tage, bis es endlich los geht. Es sind noch 4…