Tag 4 – Escape from L.A.

Zwei besondere Ereignisse bringt der Tag heute mit sich: Ich habe heute Geburtstag und viel wichtiger: Wir verlassen Los Angeles und starten mit der Erkundung der schönen Seiten Kaliforniens. Das Ziel des Tages soll das etwa 200 Meilen entfernte San Luis Obispo sein.

Route des Tages: von L.A. nach S.L.O.

Gegen 8 Uhr checken wir aus dem Hotel aus, bepacken unser Auto und machen uns auf dem Highway 1 in Richtung Westen auf den Weg. Das Wetter zeigt sich an diesem Morgen nicht von seiner besten Seite. Es nieselt und die Hügel, welche die rauhe Küste um Malibu zieren sind mit Nebel behängt. Dennoch sind an diesem Osterwochenende erstaunlich viele Rennradfehrende auf der Küstenstraße unterwegs.

Radsportfreunde auf der Traumstraße

Der Pacific Coast Highway mag eine sehr schöne Straße sein, aber als Radfahrer*in muss man starke Nerven haben. Wenn einem jedoch der Autolärm und die Abgase nichts ausmachen, scheint man relativ sicher zu sein und von den Autofahrenden durchaus respektiert zu werden. Wir fuhren an bestimmt weit über 100 Radfahrenden vorbei und obwohl der Autoverkehr hoch war, haben wir kein einziges Auto gesehen, das die 1,5m Überholabstand nicht eingehalten hat. Das ist in Deutschland leider undenkar.

Mission in Santa Barbara

Gegen späten Vormittag  erreichen wir Santa Barbara, wo wir die Mission besuchen. Die Mission wurde 1786 errichtet, um den örtlichen Stamm der Chumash (Canaliño) zum Christentum zu bekehren. Das Missionsgelände steht auf einer Anhöhe zwischen dem Stillen Ozean und den Santa Ynez Mountains. Wäre das Wetter besser, würde sich bestimmt ein wunderschöner Anblick bieten.

Die Mission in Santa Barbara strahlt auf uns eine gewisse Ruhe aus, die wir nach den Tagen in L.A. gut gebrauchen können. Zurück im Auto, geht es durch die hügelige Landschaft des Los Padres National Forest nach Solvang, wo wir einen Zwischenstop planen.

Blick auf den Los Padres National Forest

Solvang („Sonniges Feld“ auf Dänisch) wurde 1911 von einer Gruppe dänischer Pädagogen auf ehemaligem spanischem Missionsland gegründet. Und tatsächlich hat sich mittlerweile das Wetter von neblig zu sonnig verändert.

Ein Hauch Europa in Solvang

Durchgängig im dänischen Fachwerkhausstil gehalten, hat sich Solvang zu einer gewissen Touristenattraktion entwickelt. Die Stadt bietet mit dänischen Bäckereien, Restaurants und Geschäften einen Hauch Dänemark im sonnigen Kalifornien und trägt deswegen den Spitznamen „Dänische Hauptstadt von Amerika“. Man könnte allerdings auch sagen: ein Touri-Ramschladen neben dem anderen. Das Osterwochenende sorgt für extra viel Trubel in den Straßen und so verlassen wir die Stadt recht schnell wieder – nicht jedoch ohne vorher Mittagessen zu fassen. Fish & Chips und Fajita.

Fajita

Gegen 16 Uhr erreichen wir endlich San Luis Obispo, von wo aus wir die nächsten drei Tage mehrere Ausflüge geplant haben. Meine ehemalige Kollegin Erin kommt aus San Luis Obispo und hat mir schon 2016 gute Tips für Tagesausflüge und Restaurants gegeben, die dieses Jahr beherzigt werden.

Feuerstelle im Hotel von S.L.O.

Unser Hotel bietet jeden Abend im Innenhof ein BBQ an, so warte ich noch an einem kuscheligen Plätzchen auf unsere Bestellung, während Frau und Kind bereits im Zimmer sind.

Geburtstag ausklingen lasen mit Kuchenteig und Sahne, Bier und Bildbearbeitung

Nach dem Tag sind wir alle nicht mehr ganz frisch und nachdem Töchterchen freiwillig ins Bett gegangen ist und meine Frau auf der Couch eingeschlafen ist, lasse ich meinen Geburtstag ausklingen mit Spotify, Geburtstags-Dessert, Bier und Blogeintrag. Prost und gute Nacht! 🙂

Bilder des Tages

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