Tag 23 – End of the Trail

End of Trail

Santa Monica und speziell der Santa Monica Pier bildet nicht nur das Ende der legendären Route 66, sondern auch das Ende unserer Reise. Heute war unser letzter ganzer Tag in Kalifornien. Was wir heute erlebt haben, bleibt unser Geheimnis und somit verabschieden wir uns hiermit aus Kalifornien.

Bye bye 🙂

Familienglück

Tag 22 – Das Ende ist spürbar in Santa Monica

Es hilft alles nichts, kein Verweigern oder Ignorieren, jeder Urlaub neigt sich irgendwann mal dem Ende zu. Aber heute noch nicht, auch wenn es spätestens jetzt spürbar wird.

Leerer Shore Pool

Unsere letzte Autofahrt hat uns heute von La Jolla bei San Dieg zurück nach Santa Monica im Norden von L.A. gebracht. Wir sind wieder im ersten Hotel unserer Reise angekommen. In jenem Hotel, in dem wir anfangs von unserem Jetlag geplagt waren, das von uns also sehr stark mit Flughafen, Deutschland und alter Zeitzone assoziiert wird. Alles schreit nach „Es ist jetzt vorbei!“. Ein melancholisches Gefühl macht sich breit und wir sind froh, dass wir so diszipliniert den Blog geschrieben haben und unsere Erinnerungen festgehalten haben.

Erstmal baden gehen

Noch ist es jedoch nicht vorbei, denn mit heute haben wir noch zweieinhalb Tage bis wir am Freitag die Rückreise antreten. Nach der Fahrt von Südosten nach Nordwesten von L.A. (also wirklich einmal komplett durch) gönne ich mir erstmal Pool und Whirlpool, bevor wir noch ein wenig durch Santa Monica bummeln gehen.

Eis machen mit flüssigkem Stickstoff

Wir besuchen eine Eisdiele, die als großen Showeffekt das Eis vor dem Kunden frisch mit flüssigem Stickstoff herstellen. Eis Schmeckt okay; der Laden lebt vom Showeffekt.

Neuer Koffer für Mitbringsel

Auf unserer Einkaufsliste steht ein zusätzlicher Koffer, denn in den gut drei Wochen bisher ist einiges zu unserem normalen Gepäck hinzugekommen, so dass die zwei Koffer der Anreise nicht mehr ausreichen. Bereits seit über einer Woche schleppen wir in jedes Hotel unser Zusatzgepäck in Tüten mit uns rum, was für die Heimreise eher unpraktich ist. In einem nahgelegenen Laden finden wir einen schicken Koffer, der dieses Problem für uns lösen wird.

Blog schreiben am Pool

Nach dem Abendessen (ein allerletztes mal klassiche Fast-Food-Burger bei Steak-n-Shake) gehen wir zurück ins Hotel, wo ich mich mit einem Bier an den Pool setze, Kopfhörer aufsetze, den Star-Wars-Soundtrack höre und Blog schreibe.

Open in Spotify

Warum Star Wars? Seit Disneyland und der Begegnung mit Chewbacca fragt mich Töchterchen pausenlos über Prinzessin Leia aus, die sich langsam zu ihrer Lieblingsprinzessin mustert (und das will was heißen).

GHB6TK STAR WARS: EPISODE IV – A NEW HOPE USA 1977 George Lucas Princess Leia Organa (CARRIE FISHER) Regie: George Lucas. Image shot 2008. Exact date unknown.

Fast stündlich kommt sie an und möchte Details über das Leben von Leia wissen und mir schwirrt die ganze Zeit der Soundtrack durch den Kopf. Gibt schlimmeres. Erster Vorsatz für Zuhause: Star Wars schauen.

Fotos des Tages

Tag 21 – heute nix los

Nach nun 20 Tagen in Kalifornien, mit eigentlich jedem Tag Programm und Aktivitäten, waren wir heute endlich mal unproduktiv und hatten Ruhetag. Dementsprechend gib es heute nicht zu viel zu berichten.

Morgens allein im Pool

Nach langem Ausschlafen und spätem Frühstück sind wir zurück zum Hotel getrottet und ich habe den Vormittag im Pool und Whirlpool verbacht, während Töchterchen und Frau auf einer Liege lagen, Musik hörten, Buch lasen, und Stickerheft beklebten. Einfach mal keine Anstrengung an diesem Morgen.

Malen, lesen, Musik hören

Ganz inaktiv konnten wir dennoch nicht sein und wir überlegen, was wir noch kleines unternehmen können. Zwei große Attraktionen in San Diego, die überall angepriesen werden sind der San Diego Zoo und Seaworld. Beides schließen wir aus. Zum einen steht Seaworld unserer Meinung nach zurecht bei Tierschützern in der Kritik, denn ob man Delfine und Orcas wirklich auch nur halbwegs artgerecht halten kann, wagen wir sehr zu bezweifeln. Zum anderen sind 160$ Eintritt für uns drei für einen Zoo (oder auch für Seaworld), der mit deutschen Zoos vergleichbar sein dürfte, völlig überzogen. Gehen wir in München in den Zoo, zahlen wir 36€.

Wale, die aus dem Brunnen springen

Wir suchen ein wenig und finden das Birch Aquarium, das durch die Zugehörigket zur University of California in San Diego einen deutlicheren Lehrauftrag als Seaworld verfolgt und bekommen für sehr viel weniger Eintritt viele exotische Meeresbewohner zu sehen.

Quallen im Birch Aquarium

Nach einer guten Stunde sind wir durch das Aquarium durch und entscheiden uns dazu, den restlichen Tag nichts weiter zu unternehmen. Also zurück zum Pool, wo Papa und Töchterchen den Nachmittag beim Planschen verbringen.

Papa und Töchterchen im Pool

Zum Abendessen finden wir nahe bei unserem Hotel einen Italiener, der für amerikanische Verhältnisse ziemlich authentisch italienisch ist, dessen Portionsgrößen jedoch für amerikanische Mägen ausgelegt sind. Mehr als satt schlendern wir zurück zum Hotel und kommen zufälligerweise noch an einer Galerie von National Geographic mit beeindruckenden Fotoabdrücken vorbei. Nachdem die freundliche Dame erfolglos versuchte, mir ein wirklich schönes Bild der Milchstraße für 4.000$ zu verkaufen, gehen wir endgültig ins Hotel und sagen „Gute Nacht“ für heute. Unterm Strich ein wirklich fauler Tag, der auch mal sein musste 🙂

Fotos des Tages

Tag 20 – Old Town, Balboa Park und Sonnenuntergang am Strand

Heute war ein wirklich äußerst gelungener Tag. Rückblickend betrachtet haben wir bei unserem San-Diego-Besuch 2016 so ziemlich alles falsch gemacht, was wir nur falsch machen konnten: Wir waren in Downtown San Diego (weit weg von schönen Küsten und nennenswerten Sehenswürdigkeiten) und sind dort kaum raus gekommen. Großer Fehler, den wir dieses Jahr nicht wiederholten.

Nach dem Frühstück an die Küste

Nach dem Frühstück waren wir doch noch etwas zu früh dran, um nach Old Town zu fahren, also ging es nochmal kurz zum Strand, um den Robben Guten Morgen zu sagen.

Brandung am Morgen

Wir sind gerne am Meer und es wird uns nicht langweilig, stundenlang die hohen Wellen des Pazifiks zu beobachten und in die Ferne zu blicken. Ein solches Glücksgefühl am Morgen und der Tag kann eigentlich nicht schlecht werden.

Old Town San Diego

Gegen 10 Uhr erreichen wir San Diego Old Town. Der State Park erinnert an die Anfänge der Stadt San Diego und umfasst viele historische Gebäude aus der Zeit von 1820 bis 1870. Dort gibt es kleinere Museumsgebäude, mexikanische Restaurants und jede Menge Souvenierläden.

Ein Modell von San Diego Old Town

Wir verbringen den Vormittag hier, kaufen einige kleinere Erinnerungen und essen mexikanisch zu Mittag. Töchterchen hat viel Freude an den alten Häusern und deren Innenleben. Es zeigt sich wiedermal, dass sie sehr interessiert daran ist, zu erfahren, wie das Leben früher war.

Balboa Park

Nach dem Mittag fahren wir weiter in den nahegelegenen Balboa Park in San Diego. Er umfasst eine Fläche von 4,9 km² und beherbergt eine Vielzahl von kulturellen Einrichtungen und Museen. Wir schlendern ein wenig durch die Grünflächen und sehen die Auflistung der Museen und Einrichtungen und uns wird klar, dass wir mindestens eine Woche bräuchten, um alles zu sehen, was uns interessiert.

Schließlich gehen wir ins „Museum of Man“ – ein Museum für Anthropologie, in dem sehr interessante, wechselnde und ausgefallene Ausstellungen zum Thema Mensch zu sehen sind.

In einer Kunstausstellung über Monster der Welt

Unter anderem sehen wir eine Austellung mit dem Titel „Monster“, in der es um das Phänomen der Monsterbildung oder Monstervorstellung der Menschen überall auf der Welt geht. Faszinierend. Wir sehen uns noch die anderen Ausstellungen an und verbringen einige Zeit in diesem ausgefallenen Museum. Es gefällt uns sehr gut hier.

Balboa Park
Der botanische Garten im Balboa Park

Wir spazieren weiter durch den wunderschönen Balboa Park und sehen noch so viele Sachen, die wir uns eigentlich gerne näher angesehen hätten, aber Töchterchen (die wir an dieser Stelle doch mal für ihre Ausdauer loben wollen) war nicht mehr so recht zu überzeugen, in noch ein Museum zu gehen.

Hohe Wellen vor La Jolla

Na gut, es ist schon spät am Nachmittag, wir gehen zurück Richtung Hotel. Dort angekommen, hat es angefangen, leicht zu regnen, was jedoch nicht schlimm ist, denn die Sonne scheint trotzdem und es ist sehr warm. Ein warmer, leichter Sommerregen. Gehe ich eben erst noch ein wenig im Hotelpool schwimmen, den ich komplettfür mich allein habe.

Strandgeplatscher

Beim Schwimmen im Pool und gleichzeitigem Blick auf den Ozean und dramatisch wirkenden Wolkenbildern beschließe ich, dass ich noch mehr Fotos von der Küste haben möchte.

Strandspaziergang und Sonnenuntergang

Kurzerhand laufen wir runter zum Strand und genießen die untergehende Sonne. Töchterchen sammelt Muscheln und wir machen Fotos und genießen die Atmosphäre. Es ist wunderbar warm, die hohen Wellen sind regelmäßig höher als wir sie einschätzen und so werden wir immer wieder nass, was uns jedoch recht egal ist.

Der Himmel brennt

Ein perfekter Abschluss eines beinahe perfekten Tages.

Zum Schluss, als die Sonne fast schon hinter dem Horizont verschwunden ist, hat es eine übergroße Welle dann doch noch geschafft und Töchterchen umgeworfen, so dass sie komplett von oben bis unten nass war. Wir packen unsere Sachen und marschieren zum Hotel, wo es eine warme Dusche und ein kleines Abendessen gibt.

Fotos des Tages

Tag 19 – Über die San Jacinto Mountains nach La Jolla

Es wird spanisch, bzw. mexikanisch heute, denn es geht Richtung San Diego. Jedoch wollen wir nicht nach San Diego direkt, sondern nach La Jolla, einem Stadtteil von San Diego. La Jolla liegt 22 Kilometer nördlich des Zentrums von San Diego und ist berühmt für seine vielen Strände und seine abwechslungsreiche Küste. Ganz nach unserem Geschmack also.

In den San Jacinto Mountains

Bevor wir jedoch so weit sind, müssen wir erst noch knappe 3 Autostunden hinter uns bringen. Diese führen uns über die Santa Rosa und San Jacinto Mountains, also der südlichen Bergkette, die das Coachella Valley einkesseln. Als wir den Pass hinter uns gebracht haben, genießen wir bei einem Zwischensstop einen schönen Kaktusgarten. Es ist so friedlich hier oben und die Hitze ist in dieser Höhe auch erträglich. Wir wollen fast nicht weiter fahren.

Mittagessen in La Jolla

Irgendwann gegen späten Mittag erreichen wir unser Hotel in La Jolla, können aber noch nicht in unser Zimmer, da dieses noch nicht fertig ist. Wir gehen stattdessen Mittagessen (sehr sehr lecker) und laufen ein wenig an der Küste von La Jolla Cove unterhalb unseres Hotels auf und ab.

Küste von La Jolla

Die Zeit vergeht wie im Flug, wenn man an dieser wunderschönen Küste steht und einfach nur auf die großen Wellen des Pazifiks schaut, der an dieser Küste auch im Mai durchaus badetaugliche Temperaturen aufweist.

Überall Robben

Man darf sich jedoch nicht daran stören, dass man den Strand mit jeder Menge Robben teilen muss. Den meisten Badegästen – und auch den Robben selber – scheint das jedoch nichts auszumachen und so schwimmt man halt zusammen. Irgendwann erhalten wir den Anruf aus dem Hotel und wir können unser Zimmer beziehen.

Unser Hotel

Nachdem wir ausgepackt haben, ist es mittlerweile schon später Nachmittag und wir freuen uns auf eine schöne Abkühlung im Hotelpool. Das Hotel ist im spanischen Stil und passt somit eigentlich ganz gut nach San Diego, was ja direkt an Mexiko grenzt.

Unser Pool

Nach einem guten Abendessen ziehen wir uns heute früh zurück und wollen morgen nicht zu spät aufstehen. Mal sehen, was auf dem Plan steht. Gute Nacht 🙂

Fotos des Tages

 

Tag 18 – Joshua Tree Nationalpark und Bummeln in Palm Springs

Ausgeschlafen verlassen wir heute gegen 8 Uhr unser Hotelzimmer und werden beim Verlassen des Hotels sofort von der Sonne über Palm Springs geröstet. Der erste Weg des Tages führt uns in den Supermarkt, um die Wasserreserven aufzufüllen, denn es geht heute in den Joshua Tree Nationalpark, also noch weiter in die tiefe Wüste hinein.

Ein Joshua Tree

Der Nationalpark ist eine Wüstenlandschaft, die den Übergang zwischen der Mojave-Wüste und der Colorado-Wüste bildet. Nach einer guten Stunde erreichen wir den Eingang in den etwa 250.000 km2 großen Park und sind gefesselt von den skuril aussehenden Joshua-Bäumen.

Wandern in der Wüste

Wir wandern in das Hidden Valley und machen auf dem Rundweg Bekanntschaft mit einigen Eidechsen, jeder Menge Fliegen, Wespen und etwas, was wahrscheinlich eine Art Wüsteneichhörnchen war.

Kaktus sticht Töchterchen

Und was es natürlich auch gibt: Kakteen. Jede Menge unterschiedlichster Kakteen in allen Formen. Die Wüste lebt. Nachdem wir von dem Trail durch das Hidden Valley zurück zum Auto kamen, hat sich die Mittagssonne am Himmel erhoben und brennt unerbittlich auf uns nieder. Wir sind generell nicht so die Hitze-Menschen und haben gut zu tun, um mit der Hitze von etwa 35°C und wenig Schatten fertig zu werden.

Rock-Climbing

Wir wollen weiter fahren und zum Barker Damm wandern. Hier wurde früher Vieh getränkt und heute ist es ein kleines Biotop in der Wüste und Rückzugsgebiet für verschiedene Vögel. Leider ist es Wochenende und wir sind nicht die einzigen Besucher im Park. Der Parkplatz is völlig überfüllt und wir müssen weiterfahren. Vielleicht gut so, denn Töchterchen war nicht mehr wirklich für Wandern in der Mittagssonne zu begeistern.

Aussicht über das Coachella Valley genießen

Wir fahren weiter durch den Park und erreichen Keys View – den höchsten Aussichtspunkt im Joshua Tree Nationalpark, mit einem grandiosen Panoramablick auf die Tafelberge und das Coachella Valley. Aufgrund des Windes und der Höhe ist die Temperatu hier sehr viel erträglicher und so verweilen wir eine ganze Weile hier oben, genießen den gigantischen Ausblick über Palm Springs und die anderen Städte im Coachella Valley und können sogar den etwa 60km entfernten Salton Sea sehen. Wir machen ein Picknick mit Aussicht und verlassen den Park wieder.

Mega-Junggesellenabschied in unserem Hotel

Gegen 3 Uhr treffen wir am Hotel ein, wo wir eigentlich gerne eine Abkühlung im Pool gehabt hätten. Leider findet an diesem Wochenende jedoch eine riesige Junggesellenabschiedsfeier-Party mit hunderten alkoholisierten Douchebags, lauter Musik und viel Alkohol statt und der Hotelpool ist alles andere als einladend.

Frozen Yohghurt im Tutti Frutti

Kurzerhand fahren wir nach Downtown von Palm Springs und flanieren ein wenig durch die Straßen, essen frozen yoghurt und setzen unsere Souveniershoppingtour fort.

Nancy Sinatra

Palm Springs hat seinen eigenen Walk of Stars und ähnlich wie in Hollywood haben auch hier berühmte Stars ihren Stern. Wir wandern weiter und schauen, welche Namen wir kennen, freuen uns und machen Fotos.

Hungrig in Palm Springs

Ausgehungert von den Anstrengungen des Tages geht es zum Abschluss noch in ein nettes Lokal, wo wir gut zu Abend essen. Und so geht auch dieser Tag langsam auf sein Ende zu. Der Hotelpool ist mitterweile leer und noch bis Mitternacht geöffnet. Dort werde icht jetzt nach dem Blogeintrag noch ein wenig Abkühlung suchen.

Fotos des Tages

Tag 17 – In die Wüste nach Palm Springs

Auf diesen Tag habe ich lange gewartet. Der Anti-Erhohlungstag in Disneyland ist überstanden und wir verlassen L.A. wieder. Es geht in die Wüste. Nach Palm Springs – dem ehemaligen „Hideaway“ großer Stars und Berühmtheiten, wie dem Rat Pack, i.e. Frank Sinatra et al., Elvis Presley, John F. Kennedy und vieler anderer gestresster Städter, die für ein Wochenende aus L.A. fliehen. Seit den 1960er Jahren hat Palm Springs den Ruf, eine Erholungsstätte für die amerikanische High Society zu sein.

Blick in die Wüste

Palm Springs liegt gute 100 Meilen östlich von Los Angeles und ist umzingelt von Bergen, so dass sich in dem Talkessel „Coachella Valley“ die Hitze regelrecht staut. Bei unserer Ankunft gegen Mittag zeigt unser Thermometer 95° Fahrenheit, also etwa 35°C an. Ein eher kühler Tag für Palm Springs also. Trotz der Hitze und der Wüste wachsen hier an jeder Ecke Palmen und Palm Springs wirkt wie eine Oase in der Wüste.

Ortseingang Palm Springs

Am Ortseingang von Palm Springs begrüßt uns der berühmte Schriftzug und direkt dahinter eine Touristeninformation mit Souvenir-Shop, wo wir gerne ein paar Dollar lassen. Wir kaufen unter anderem einen Bildband über das alte Palm Springs und eine Postkartenbox mit sehr vielen alten Postkartenmotiven. Ich bin glücklich 🙂

Töchterchen genießt Palmenschatten

Wir fahren in die Stadt ein und ich schalte meine Spotify-Playlist für Palm Springs an, voll mit den passenden Oldies, die Kulisse und das Feeling sind perfekt.

Open in Spotify

Palm Springs strahlt noch immer den Retro-Charme der amerikanischen 50er und 60er Jahre aus, bietet noch viel der typischen Architektur dieser Zeit und verkauft diesen Stil auch heute noch als seine Attraktion. Es ist wohl diese Kombination aus „Weekend Hideaway“ großer ehemaliger Stars, dem Retro-Charm, der Hitze und der Palmen, die uns diese Stadt lieben lässt.

Unser Hotel

Am Hotel (the Saguaro) angekommen, ist unser Zimmer leider noch nicht fertig und so verbringen wir die Zeit noch damit, ein paar Besorgungen zu machen und Mittag zu essen, ehe wir den Anruf bekommen, dass wir nun einchecken können.

Barbie-Kollektion in der Lobby

Das Hotel „the Saguaro“ ist nach dem Saguaru-Kaktus benannt und ist wunderbar bunt. In der Lobby ist ein Schaukasten mit Barbie-Szenen aufgestellt, von dem wir Töchterchen kaum wegbekommen. Sie weiß jetzt genau, was sie zu Weihnachten will.

Blick aus unserem Hotelzimmer auf den Pool

Unser Blick aus dem Hotelzimmer könnte schöner kaum sein, denn im Hintergrund sieht man den San Jacinto Peak und die Wüste und im Vordergrund kann man das Treiben am Pool beobachten.

Hotelzimmer-Selfie

Wir gehen in den Pool, essen Melone, trinken Bier, beobachten das Brunftgehabe der Massen an Instagram-Mittzwanziger-Douchebags, die sich an diesem Wochenende ebenfalls im Hotel niederlassen und genießen.

Melone essen am Pool
Bier trinken am Pool

Abends besorgen wir uns eine Pizza, die wir mitnehmen ins Hotelzimmer. Wir schauen noch ein wenig den erworbenen Bildband und die Postkarten an und freuen uns, dass wir hier sind.

Postkartenbox mit Retro-Motiven von Palm Springs
Palm Springs Paradise

Ich plane noch ein wenig unsere morgige Tour in den nahe gelegenen Joshua Tree Nationalpark. Gute Nacht 🙂

Fotos des Tages

Tag 16 – Wir haben Disneyland überlebt

Zum heutigen Tag haben Töchterchen, Anna und Johannes jeweils eine eigene Meinung, die in etwa so lauten:

Töchterchen: „Heute war der allerschönste Tag, den wir jemals hatten!

Anna: „Wenn sie glücklich ist, bin ich es auch.

Johannes (grießgrämig): „Endlich vorbei!

Unsere liebe Freundin – und der größte Disney-Fan, den wir kennen – Nicole charakterisierte mich und meine Meinung zu Disney heute so: „I wanted to be a hermit, but people wouldn’t leave me alone, so now I’m a curmudgeon.”

Walt Disney und Mickey Mouse

Wir und etwa hundertausend andere Familen waren heute im Disneyland Anaheim. Eigentlich wollen wir garnicht so viel darüber schreiben, denn erstens hat dazu eh jeder seine eigene Meinung und wir bräuchten drei unterschiedliche Berichte zum heutigenTag, die komplett unterschiedlich ausfallen würden und zweitens: was soll man schon groß über einen amerikanischen Vergnügungspark schreiben. Zusammenfassen lässt sich der Tag jedoch in etwa so: 350$ zahlen und Schlange stehen!

Cinderella mit Töchterchen

Der Tag war in erster Linie für unsere Tochter und so durfte sie auch hauptsächlich bestimmen, was wir tun. Ihr Wunsch war es, möglichst viele Disney-Prinzessinnen zu treffen, also standen wir in sehr vielen Warteschlangen, um ihre gewünschten Fotos schießen zu dürfen.

Familie Schön mit Rapunzel und Flyn Rider

Tatsächlich hat das den Großteil des Tages ausgemacht. Aber was tut man nicht alles, um Kind zufrieden zu stellen? Folgende Prinzessinnen haben wir getroffen:

  • Cinderella
  • Aurora
  • Schneewittchen
  • Arielle
  • Tiana
  • Rapunzel

Den Ohrwurm, den wir durch „It’s a small world“ noch immer im Ohr haben, soll an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben.

It's a small world

Schließlich durfte ich am Ende des Tages auch noch was raussuchen und ich entscheide mich für ein Treffen mit Chewbacca. Okay, vielleicht finde ich es in diesem Moment doch nicht soooo doof hier 😉

Chewbacca und Johannes

Es wird langsam dunkel, wir sind nun seit 13 Stunden auf den Beinen und Töchterchen hat auch keine Lust mehr, nachdem die Prinzessinnen Feierabend haben.

Sonnenuntergang

Mit drei unterschiedlichen Meinungen zu diesem Tag, verabschieden wir uns langsam und machen uns müde auf den Rückweg zum Hotel.

Fotos des Tages

Tag 15 – Roadtrip durch das Central Valley

On the road again. Heute geht es über 500km durch das California Central Valley, was aus touristischer Sicht so gut wie nicht existent ist und in den meisten Reiseführern garnicht oder nur beiläufig erwähnt wird.

Strecke durch das Central Valley

Gerne wären wir nicht durch das Central Valley gefahren, sondern hätten den Highway US-395 östlich der Sierra Nevada durch das unwirklich wirkende Tal um Death Valley genommen. Dazu hätten wir jedoch entweder noch einen Monat warten müssen, bis der Tioga-Pass beim Yosemite Park frei von Schnee ist, oder wir hätten einen Umweg von fast 6 Stunden über Lake Tahoe nehmen müssen (siehe Karte unten)

Theoretischer Umweg, weil der Tioga-Pass noch geschlossen ist

2016 sind wir durch dieses Tal hinter der Sierra Nevada gefahren und es war landschaftlich wirklich schön. Auch wenn es schwer fällt, wollten wir dieses mal den Umweg jedoch nicht fahren. Stattdessen bauen wir einen puren Fahrtag durch das Central Valley ein. Augen zu und durch.

Cathey’s Valley

Die Talebene in der Mitte von Kalifornien bietet viel Landwirtschaft. Sehr viel. Wir fahren hunderte Kilometer an industriell wirkendem Mandelanbau, Orangenanbau, und anderem Gemüse und Milchvieh vorbei und die Landschaft ändert sich so gut wie kaum.

Hunderte Kilometer Mandelanbau

Es geht immer gerade aus, Kurven sind selten und die Landschaft bleibt von Landwirtschaft geprägt. Irgendwann kommen wir dann doch an der Gebirgskette an, die das Central Valley von Los Angeles trennt: den San Gabriel Mountains.

Johannes fährt die Berge vor L.A. hoch

Auf einmal ändert sich dadurch die Landschaft doch schlagartig, denn es geht über zahlreiche Kurven hoch in die San Gabriel Mountains und den Angeles National Forest. Die Landschaft wird zur Wüste, denn hier oben ist ziemliches Brachland.

Fahrt durch die San Gabriel Mountains nach L.A.

Das Plateau ist bald durchquert und es geht wieder nach unten. L.A. Ist jetzt nur noch einen Steinwurf entfernt. Der Verkehr wird mit zunehmender Nähe zu L.A. stärker und furchtbarer. Es ist kein Geheimnis, dass ich diese Stadt nicht ausstehen kann, aber was muss, das muss. Hassliebe.

Irgendwo vor L.A.

Meine SpaceNightTrip Spotify-Playlist mit chilligem Sound für stressige Fahrten hilft mir auch die letzten 70 Minuten durch Los Angeles zu überstehen.

Open in Spotify

In Los Angeles, genauer in Anaheim angekommen sind wir ziemlich k.o. und verbringen erstmal ein Stündchen im Pool von unserem Hotel https://www.hojoanaheim.com/, bevor wir noch eine Kleinigkeit essen gehen. Für diejenigen, die noch nicht erahnen, warum wir diesen stressigen Weg in diese stressige Stadt auf uns genommen haben: die Auflösung kommt morgen.

Fotos des Tages

Tag 14 – Yosemite Nationalpark

Der Wecker klingelt heute um 5:30 Uhr, denn spätestens um 7 Uhr wollen wir ins knapp 70km entfernte Yosemite Valley aufbrechen. 70km lang enge Kurven, Serpentinen, bergauf, bergab und so weiter.

Strecke vom Hotel ins Yosemite Valley

Es war fast vorher schon klar, dass die Fahrt mit Töchterchen nicht gut gehen würde. Und beinahe hätte es doch geklappt, aber bereits im Valley angekommen, etwa einen Kilometer vor dem Parkplatz ist es dann doch passiert: Töchterchen muss sich das zweite mal auf unserer Reise übergeben. Die frische Luft der High Sierra sorgt glückicherweise für schnelle Genesung und ihr geht es sofort sichtbar besser.

Riesige Tannenzapfen

Ihre Haupttätigkeit des heutigen Tages ist es, riesen Zapfen, schöne Steine, Äste und alles andere vom Wegesrand zu sammeln.

Wir marschieren los und wandern den Tag über durch das Yosemite Valley, zu den berühmten Wasserfällen und zum Mirror Lake.

Johannes beim Fotografieren

Ich schleppe die Fotoausrüstung und Stativ mit, wir halten immer wieder inne und machen viele Fotos. Wenn irgendwo Wasser fließt, mache ich Langzeitbelichtungen mit Graufilfter vor der Linse.

Wie von Bob Ross gezeichnet

Es ist schon erstaunlich, wie zufälligerweise so viele landschaftliche Naturschönheiten auf einem so kleinen Raum zusammen kommen können, wie es im Yosemite Nationalpark der Fall ist.

Wanderung durchs Valley
Half Dome

Unsere erste Wanderung führt uns zu den unteren Wasserfällen, wo wir durch die herabstürzenden Wassermassen gut nassgespritzt werden.

Der untere Wasserfall

Nach einem kleinen Picknick geht es weiter durch das Valley, wo wir durch das Besucherzentrum, das Yosemite-Museum und den Souvernier-Laden gehen und schließlich zum Mirror Lake aufsteigen.

Langzeitbelichtung mit Schönheitsfehler

Der Mirror Lake ist ein kleiner See oberhalb des Valleys. Beim Aufstieg zum Mirror Lake gehen wir entlang eines strömungsreichen kleinen Flusses und ich mache immer wieder Langzeitbelichtungen. Dabei ist es jedes mal interessant, wie andere Touristen sofort neben mir stehen, sobald ich das Stativ aufgestellt habe, und in die gleiche Richtung fotografieren.

Am Mirror Lake

Nach knapp 20km Wanderung an diesem Tag, gehen wir am späten Nachmittag wieder zurück zum Auto, um die 70km Kurven zurück nach Mariposa zu erkämpfen.

Sieh mal, der Wasserfall

Glücklicherweise ist Töchterchen bereits kurz nach dem Verlassen des Parkplatzes im Auto eingeschlafen. So fahren wir den Rückweg und kommen selber leicht beschwipst vom Kurvenfahren im Hotel an.

Sanfte Wellen

Morgen ist wieder Fahrtag – und zwar der längste auf unserer Reise. Traurig, aber ich bin jetzt schon froh, wenn morgen Abend ist. Gute Nacht.

Fotos des Tages